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Gay Games / Outgames

Outgames 2009, Kopenhagen, Dänemark „Love of freedom, freedom to love!“
Geplant:
8.000 Teilnehmer/innen aus 80 Ländern
38 Sportarten
Kulturfestival
2.000 freiwillige Helfer und Helferinnen
Budget: 8.400.000 €
http://www.copenhagen2009.org/


Gay Games 2010, Köln, Deutschland "Be Part Of  It!"
Geplant:
12.000 Teilnehmer/innen aus 80 Ländern
30 Sportarten
Kulturfestival
3.000 freiwillige Helfer und Helferinnen
Budget: 10.000.000 €
http://www.games-cologne.de/

 

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Es war einmal...

 

2008 Montréal, Kanada “We Play For Real”
12.599 Teilnehmer/innen aus 90 Ländern
35 Sportarten
Kulturfestival
5.200 freiwillige Helfer und Helferinnen
Budget: 9.000.000 US$

2006 Chicago, USA  "Participation, Inclusion, Personal Best"
12.000 Teilnehmer/innen aus 60 Ländern
30 Sportarten
Kulturfestival
3.500 freiwillige Helfer und Helferinnen
Budget: 9.000.000 US$

2002 Sydney, Australien "Under New Skies"
13.300 Teilnehmer/innen aus 80 Ländern
31 Sportarten
Kulturfestival
3.500 freiwillige Helfer und Helferinnen
Budget: 7.733.000 US$

1998 Amsterdam, Niederlande "Friendship"
14.403 TeilnehmerInnen aus 88 Ländern
31 Sportarten
Kulturfestival
4.000 freiwillige Helfer und Helferinnen
Budget: 7.000.000 US$

1994 New York, USA "Unity"
10.403 TeilnehmerInnen aus 40 Ländern
31 Sportarten
Kulturfestival
7.000 freiwillige Helfer und Helferinnen
Budget: 6.500.000 US$

1990 Vancouver, Kanada "Celebration"
7.500 TeilnehmerInnen aus 39 Ländern
23 Sportarten
erstmalig ein Kulturfestival
1.200 freiwillige Helfer und Helferinnen
Budget 2.100.000 US$

1986 San Francisco, USA  "Triumph"
3582 Teilnehmer/innen aus 17 Ländern
17 Sportarten
800 freiwillige Helfer- und Helferinnen
Budget: 350.000 US$

1982 San Francisco, USA "Challenge"
1350 Teilnehmer/innen aus 12 Ländern
14 Sportarten
600 freiwillige Helfer und Helferinnen
Budget: 125.000 US$

Die Idee der Gay Games wurde von Tom Wadell, einem US-Olympiateilnehmer (1968 in Mexiko-City beim Zehnkampf) geboren. Menschen aus aller Welt sollten unter dem Motto "Give your personal best!" ohne Vorbehalte hinsichtlich sexueller Orientierung ihrer sportlichen Begeisterung nachgehen und gleichzeitig die Möglichkeit haben, an einer internationalen Veranstaltung teilzunehmen, unabhängig vom sportlichen Können. Eine Breitensportveranstaltung vor allem für Schwule und Lesben war geboren.

 

2006 Gay Games Chicago vs. Out Games Montréal

Nachdem die Gay Games Federation (FGG) die Gay Games 2006 ursprünglich an Montréal vergeben hatte, wurde im November 2003 in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung in Chicago der FGG Montréal die Spiele aberkannt. Hintergrund war, dass zum einen der FGG die geplante Teilnehmerzahl von 20.000 nicht realistisch erschien, zum anderen wollte die FGG die Finanzierung der Gay Games 2006 in Montréal beaufsichtigen. Die Gay Games in New York, Amsterdam und Sydney hatten in den Jahren zuvor immer mit großem finanziellen Verlust abgeschlossen und die FGG wollte mit diesen Anforderungen verhindern, dass 2006 wieder ein finanzielles Desaster als Ergebnis zu melden ist. Das Organisationskomitee Montréal 2006 war bereit, die Teilnehmerzahl auf 16.000 zu begrenzen (die FGG forderte 12.000), allerdings war das Komitee nicht bereit, die finanzielle Kontrolle an die FGG abzugeben. Immerhin haben die Stadt Montréal, die Provinz Québec und der Staat Kanada Millionen von öffentlichen Geldern bewilligt und das Komitee Montréal 2006 war nicht bereit, kanadische Steuergelder von einer US-amerikanisch dominierten Organisation (so Mark Tweksbury, Co-President Montréal 2006) kontrollieren zu lassen. Bei der abschließenden Abstimmung stimmte vor allem befremdlich, dass das Team Montréal, obwohl ordentliches Mitglied der FGG, von der Abstimmung ausgeschlossen wurde.
Diese Tatsache nahm das Team Montréal zum Anlass, ihrerseits die Gay Games nicht auszurichten. Gleichzeitig gab das Team Montréal bekannt, dass 2006 auf jeden Fall eine schwul-lesbische Sportveranstaltung (inklusive Kulturfestival) in Montréal stattfinden wird. Die Veranstaltung nennt sich nun "Out Games", es wurde ein internationaler Verband gegründet, GLISA (International Gay and Lesbian Sport Association).
Die FGG hatte im Anschluss die Gay Games 2006 neu ausgeschrieben und Chicago hat den Zuschlag bekommen.
Im Jahr 2006 fanden nun somit zwei Multiveranstaltungen statt. Zu befürchten ist, dass dies dazu führt, dass der schwul-lesbische Sport in eine Situation gerät, die alle Bemühungen, ihn weltweit zusammenzubringen, zunichte macht. Die Gay Games 2006 fanden vom 15. bis 22. Juli 2006 statt.

Eine Woche später (29.07-05.08.2006) fanden in Montréal die Out Games statt. Beide Veranstaltungen waren gut besucht, wobei  Montréal mehr Teilnehmer und einen internationaleren  Anklang verzeichnen konnte.
2007 werden in Kopenhagen die nächsten Outgames stattfinden. Köln richtet 2010 die Gay Games aus. Zumindest die Tatsache, dass die beiden Veranstaltungen nicht im gleichen Jahr stattfinden, entschärft den Konflikt ein wenig. Doch bleibt weiterhin abzuwarten, inwieweit zwei solche Großveranstaltungen nebeneinander bestehen können.
Bei den Gay Games 2006 in Chicago haben keine Sportlerinnen oder Sportler von Courage! Saar-Lor-Lux e.V. teilgenommen. Die Entscheidung fiel zugunsten der Out Games 2006 in Montréal.

 

Die Geschichte der Gay Games / Outgames

2008 Montréal, Kanada “We Play For Real”

Nie zuvor hat Courage! Team Saarland mit so vielen Teilnehmern an einer internationalen Veranstaltung teilgenommen Insgesamt 38 Frauen und Männer hatten die Reise über den großen Teich unternommen und beim Badminton, Schwimmen, Inlineskaten, 10 km Straßenlauf, Halbmarathon und bei der Leichtathletik ihr sportliches Können unter Beweis gestellt. Bei der großartigen Eröffnungsveranstaltung durften wir als erstes Team das Stadion betreten. Begrüßt von den Moderatoren und Outgames - Botschaftern Martina Navratilova und Mark Tweksbury, erlebten wir eine stimmungsvolle und spektakuläre Eröffnungsfeier im Olympia Stadion. Ein weiterer Höhepunkt war die Pink Party des Club de Badminton les G Bleus Montréal. Vier Jahre lang  hatten die Mitglieder dieses Clubs Sponsorgelder für diese Fete gesammelt. Über drei Etagen, meist auf Terrassen und Balkonen, die entsprechend dem Motto dekoriert waren, wurde die Party ausgerichtet. Leider hatten sintflutartige Regenfälle zu einem eher kürzeren Vergnügen geführt.

Auch sportlich waren es die erfolgreichsten Spiele für Courage! Team Saarland!